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Urlaub in Baden-Württemberg

Mit fast 53 Millionen Übernachtungen pro Jahr ist Baden-Württemberg das zweitwichtigste Reiseziel Deutschlands. Der Tourismus ist ein zentraler Wirtschaftsfaktor und ein Motor für die Beschäftigung im Land. Aus diesem Grund unterstützt die Regierung die verschiedenen Tourismusinstitutionen und fördert innovative und nachhaltige Segmente des Tourismus.

Der Tourismus generiert eine Wertschöpfung von rund 9,5 Milliarden Euro und trägt zu 3,1% zum Primäreinkommen von Baden-Württemberg bei. Mehr als 326.500 betriebsnahe Arbeitsplätze hängen vom Tourismus im Land ab. Dies entspricht einem Anteil von rund 5,4% an der Erwerbsbevölkerung. Der Tourismus beschäftigt mehr Menschen als die Automobilindustrie, die in Baden-Württemberg stark vertreten ist. Sie ist damit ein Wirtschaftsfaktor, ein Arbeitgeber und gleichzeitig eine wichtige und effektive Imagepflege für Baden-Württemberg.

Die Beschäftigung im Tourismussektor ist von großer regionaler und struktureller Bedeutung, da sie nicht ins Ausland verlagert werden kann. Dies ist besonders wichtig für den ländlichen Raum.

Ein magisches Dreieck aus Tourismus, Landwirtschaft und Naturschutz.
Das „magische Dreieck“ aus Tourismus, Landwirtschaft und Naturschutz spielt in unserer Tourismuspolitik eine zentrale Rolle: Nachhaltige Landwirtschaft sichert und bewahrt die Kulturlandschaft, der Naturschutz bietet artenreiche und vielfältige Naturräume. Der Tourismus kann diese beiden Bereiche weiter entwickeln und stärken.

Baden-Württemberg ist ein starkes Tourismusland. Es zeigt, dass wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekte sich gegenseitig ergänzen und bereichern können. Baden-Württemberg ist ein nationaler Vorreiter auf dem Gebiet des nachhaltigen Tourismus.

Vielfalt als Kraft

Ob Kultur-, Aktiv- oder Erholungsurlaub, jeder in Baden-Württemberg profitiert von Ihrem Geld. Die wechselvolle Geschichte der Regionen hat reiche Kulturschätze hinterlassen. Mit mehr als 50.000 Kilometern Wander- und Radfernwegen können Sie das Land und seine Landschaften aktiv erkunden. Sie können die unberührte Natur mit tiefen Wäldern und verstreuten Büschen, aber auch Obstgärten, weiten Tälern und Wiesen erkunden. Die Gäste schätzen besonders die vielen Bäder und die regionale Küche.

Baden-Württemberg ist nicht zufällig ein Land des Reisens und Spaßes. Neben den schönen Landschaften und Zielen wie Schwarzwald und Bodensee trägt vor allem der Stadt- und Kulturtourismus zur Attraktivität von Baden-Württemberg bei. Einzigartige Kulturdenkmäler – darunter fünf UNESCO-Weltkulturerbestätten – sowie zahlreiche Museen, Schlösser und Gärten, Veranstaltungen, Ausstellungen und andere kulturelle Institutionen beleben die Tradition und Identität unseres Landes. Wir glauben, dass es unsere Pflicht ist, die verschiedenen touristischen Eigenschaften unseres Landes zu erhalten und zu entwickeln.

Nachhaltigen Tourismus schaffen

Zukunftsorientiert und nachhaltig zu handeln, ist ein Leitmotiv der niederländischen Regierung, auch im Tourismusbereich. Wir verankern das ökologische Bewusstsein und Handeln im Tourismus weiterhin fest. Auf diese Weise reagieren wir auf die Bedürfnisse der Gesellschaft. Denn immer mehr Menschen wollen ihren Urlaub im Kontakt mit der Natur und ressourcenschonend verbringen.

Mit dem in Deutschland bisher unbekannten Projekt „Green South“ ist die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg Teil dieses Trends zum umweltfreundlichen Reisen. Das touristische Angebot in den Bereichen Naturerlebnis, ökologische Mobilität, klimafreundliche Unterkunft, nachhaltige regionale Produkte und Gastronomie wird für die Gäste gesammelt und umgesetzt.

Mit der „Sustainable Destination“ hat Baden-Württemberg in den letzten Jahren die erste Zertifizierung für komplette Reiseziele im deutschsprachigen Raum entwickelt. Auf diese Weise sensibilisieren wir die Tourismusdienstleister für dieses wichtige Thema. Die Besucher sollten auch darüber informiert werden, wo sie einen besonders nachhaltigen Urlaub verbringen können. Das Zielzertifikat „Sustainable Destination“ ist serienreif. Wir konsolidieren und implementieren es als Zertifizierungsverfahren für nachhaltigen Tourismus in der Region. Zehn Destinationen wurden in Baden-Württemberg bereits als „nachhaltige Destinationen“ zertifiziert. Weitere „nachhaltige Destinationen“ außerhalb Baden-Württembergs werden derzeit zertifiziert.

In Zeiten des Wandels in die Zukunft blicken

Durch die zunehmende Digitalisierung, den demografischen Wandel und viele andere Ereignisse entwickelt sich der Tourismus in immer kürzeren und radikaleren Abständen. Wer im globalen Wettbewerb der Destinationen bestehen will, muss sich ständig an diese Entwicklung anpassen, sowohl in seiner Produktpalette als auch in seinen Dienstleistungs- und Organisationsstrukturen.

Angesichts der enormen wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus für Baden-Württemberg wird die Landesregierung das Konzept des Tourismus in Baden-Württemberg in einem gemeinsamen Prozess der Zusammenarbeit mit öffentlichen und privaten Tourismusakteuren weiter entwickeln.

Es ist es, sich um den „Gast von morgen“ zu kümmern, seine Bedürfnisse, Wünsche und Bedürfnisse zu kennen. Deshalb wollen wir in Baden-Württemberg das nationale Zertifizierungssystem „Tourismus für alle“ einführen. Darüber hinaus entwickeln wir den Tourismus zunehmend im Hinblick auf die internationale Zusammenarbeit.

Tourismus für die Zukunft zu gestalten bedeutet auch, mit der Zeit zu gehen. Digitalisierung und Strukturwandel stellen für unsere Branchen eine wachsende Herausforderung dar. Im Rahmen unserer digital@BW-Strategie wollen wir auch im Tourismusbereich neu überdenken und digital online stellen. Zu diesem Zweck führen wir Pilotprojekte im Bereich Marketing und intelligenter Tourismus durch.

agrarfeld

Landwirtschaft in Baden-Württemberg

Ökologischer Landbau

Die Zahl der Biobetriebe wächst weiter. Im Jahr 2015 gab es rund 7.130 Unternehmen. Damit engagieren sich mehr als 9% von Baden-Württemberg für den ökologischen Landbau. Das bedeutet zum einen, dass der Anteil der Weideflächen höher ist als in konventionellen Betrieben und dass ein kleinerer Teil der Gesamtfläche als Ackerland genutzt wird. Obwohl sie in Bezug auf die Landnutzung effektiv sind, sind die Erträge der Biobauern oft niedriger als die der konventionellen Bauern.

Zur weiteren Förderung des ökologischen Landbaus hat die Landesregierung den Aktionsplan „Bio aus Baden-Württemberg“ umgesetzt. Ziel ist es, die Bedingungen für Biobauern zu verbessern und damit den Zugang für neue interessierte Bauern zu erleichtern. So bietet beispielsweise das Programm Landwirtschaft, Klimaschutz und Tierschutz (FAKT) finanzielle Anreize, trotz niedrigerer Ernteerträge auf den ökologischen Landbau umzusteigen. Der FAKT-Support setzt voraus, dass eine Reihe von Bedingungen erfüllt sind. Hier sind einige davon:

  • die Aufgabe chemischer und synthetischer Produktionsmittel
  • diversifizierte Fruchtfolge
  • Einhaltung der spezifischen Anforderungen an die Fütterung und Zucht von Nutztieren

Seit 2015 zahlt FAKT eine Gebühr von 230 Euro pro Hektar Ackerland und Grün aus biologischem Anbau.

Tierproduktion

Rund 50% der landwirtschaftlichen Produktion in Baden-Württemberg besteht aus tierischen Produkten. Die Zahl der im Bundesland gehaltenen Tiere ist seit einigen Jahren rückläufig. Im Jahr 2016 wurden beispielsweise rund 1 Million Rinder (davon rund 350.000 Milchkühe), 3,7 Millionen Hühner und 1,8 Millionen Schweine in der Landwirtschaft gezüchtet, weniger als 1960. Andererseits ist die Zahl der Gänse, Enten und Truthähne seit 1999 stetig gestiegen.

Dieser Rückgang, insbesondere bei der Zahl der Schweine und Rinder in der baden-württembergischen Tierhaltung, ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Zum einen sind die Tierschutznormen seit 2006 immer strenger geworden. So wurden beispielsweise 2013 die Anforderungen an Zuchtsauen in der Tierschutz- und Nutztierhaltungsverordnung erweitert. Andererseits kann auch der Kostendruck durch Schwankungen der Futtermittelpreise entscheidend gewesen sein. Um die Landwirte zur Förderung des Tierschutzes zu ermutigen, gibt es ein Programm zur Förderung von Investitionen in die Landwirtschaft. Damit werden Investitionen unterstützt, die das Ziel des Tierschutzes verfolgen.

Auch in Zukunft werden die Marken zur Förderung einer tierfreundlichen Zucht beitragen, auch wenn sie sich noch in der Entwicklungsphase befinden. Insbesondere sollten die spezifischen Bedürfnisse der Tiere in Bezug auf die Arten und die Möglichkeit, ein solches Verhalten zu praktizieren, stärker berücksichtigt werden.

Die Zukunft der Landwirtschaft

Die Bedürfnisse der Landwirte sind gestiegen: Sie müssen nachhaltig und umweltfreundlich, aber auch effizient und im Einklang mit Umwelt- und Tierschutzstandards sein. Die Frage, wie Lebensmittel hergestellt werden, wird immer wichtiger.

Vor allem kleine und mittlere Unternehmen spielen in diesem Gleichgewicht eine wichtige Rolle. Es ist ebenso wichtig, sie zu modernisieren und wettbewerbsfähig zu halten wie sie im Rahmen einer umweltgerechten Bewirtschaftung zu fördern. Die erforderlichen Unterstützungsmaßnahmen und -programme sind im Aktionsplan für die ländliche Entwicklung und im Aktionsplan des Landes (MEPL III) zusammengefasst.

Die nachhaltige Landwirtschaft in Baden-Württemberg erfordert die Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus und die Förderung der Erhaltung von Betrieben in schwer zu bewirtschaftenden Regionen. Zudem ist eine deutliche Mehrheit der baden-württembergischen Bevölkerung gegen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen. Baden-Württemberg ist seit Oktober 2012 Mitglied im Europäischen Netzwerk der gentechnikfreien Regionen und lehnt daher die Verwendung gentechnisch veränderter Lebens- und Futtermittel deutlich ab. Im Bereich des Klimaschutzes gilt für den Bund weiterhin das Ziel, nahezu natürliches Grasland zu erhalten.13

Weitere Infos: Landwirtschaft Anbau Erfahrungen

burg hohenzollern

Ausflugsziele

Europa Park

Im größten Freizeitpark Deutschlands können Besucher ganz Europa an einem Tag entdecken. Neben Frankreich und der Schweiz erwarten die ganze Familie 15 europäische Themenbereiche mit ihrer typischen Architektur und preisgekrönten Küche. Mehr als 100 Attraktionen und Shows laden Sie zu einer besonderen Entdeckungsreise ein. Die schnelle Achterbahn „Euro-Mir“ schiebt Astronauten wie eine Rakete in die Erdumlaufbahn. In der ursprünglichen russischen Raumstation „Mir“ sind nach der Schnellfahrt Götzenbilder zur Hand. Die waghalsigen Wikinger starten in Island mit dem acht großen „Blue Megacoaster fire operated by GAZPROM“ oder auf der Holzachterbahn „WODAN – Timburcoaster“ mit 110 km/h auf den Panels.

Eine 73 Meter hohe Reise mit einem Silberstern im französischen Themenbereich verspricht Aufsehen. Aber nicht nur für den mutigen Achterbahnfreund ist der größte Freizeitpark Deutschlands genau das Richtige, sondern auch für die ruhigeren Geister, die finden, was Sie sich wünschen: In Italien schweben die Gäste mit „Volo da Vinci“ sanft in der Luft. Auch bei Jung und Alt ist der Grimm Story Forest beliebt, wo legendäre Kreaturen wie Frau Holle, Rapunzel und Aschenputtel mit ihren liebevoll inszenierten Geschichten an jeder Ecke der Straße auf Sie warten. Gerade an heißen Sommertagen bieten die „Tiroler Wildwasserbahn“ in Österreich oder die Achterbahn „Poseidon“ in Griechenland ein erfrischendes Erlebnis für Familien. Darüber hinaus begeistern mehr als 23 Stunden Unterhaltungsprogramme die Besucher jeden Tag.

Burg Hohenzollern

Eine lange Reise ist es wirklich wert.

Der Panoramablick auf die Schwäbische Alb, der bereits von Kaiser Wilhelm II. bewundert wurde, ist spektakulär: „Die Aussicht von der Burg Hohenzollern ist eine lange Reise wert. Aber auch ein Besuch der Ausstellungsräume mit kunsthistorisch wichtigen Kunstobjekten in den Sammlungen des Hohenzollernhauses ist ein Erlebnis.

Kostbarer Schatz

Im Schatz befinden sich die preußische Königskrone und viele Erinnerungen an Friedrich den Großen, die unvergessliche Königin Louise und andere Persönlichkeiten der deutschen Geschichte, die eng mit dem Haus Hohenzollern verbunden sind.

Gastronomie

Das Café Restaurant Burg Hohenzollern und die Brauerei Burghof stehen Ihnen zur Verfügung.

Schloss Heidelberg

Stolzer Wohnsitz der Wähler in der Pfalz

Im 13. Jahrhundert errichteten der Palgraven in der Nähe des Rheins und später die Kurfürsten ihr erstes Haus in Heidelberg. Im Laufe der Jahrhunderte ist die mittelalterliche Festungsburg zu einer repräsentativen Burg geworden. Heute ist das Heidelberger Schloss mit seinen Renaissance-Schlössern eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler Deutschlands. Höhepunkt der kurpfälzischen Kurfürstenarchitektur ist der berühmte Garten des Schlosses „Hortus Palatinus“ vom Anfang des 17. Jahrhunderts.

Zerstörung durch Krieg und Naturgewalten

Im 17. Jahrhundert nahm die Pfalz am Dreißigjährigen Krieg und am Pfalzischen Erbfolgekrieg teil. Französische Truppen haben die mächtigen Mauern in mehreren Versuchen gesprengt. Im 18. Jahrhundert verloren die Wähler das Interesse an der schwer beschädigten Burg und verlagerten ihre Heimat nach Mannheim. Die improvisierten Gebäude des Palastes, die 1764 nach zwei Blitzeinschlägen verfallen sind, wurden zerstört und verbrannt.

Heidelberger Schloss – ein Symbol der Romantik

Für Reisende, Maler und Dichter waren die Überreste des Heidelberger Schlosses in malerischer Lage am Neckar um 1800 der Inbegriff einer romantischen Ruine. In Gedichten, Liedern und Fotos verewigen sie das stimmungsvolle Denkmal. Nach und nach entwickelte sich das Bewusstsein für die Erhaltung der geschichtsträchtigen Ruinen der Burg. Dabei spielte der französische Graf Charles de Graimberg, der im Exil in Deutschland lebte, eine wichtige Rolle.

Rekonstruktion der Ruinen eines märchenhaften Schlosses?

Um 1900 brach der sogenannte „Schlosskonflikt“ aus: Es wurde heftig über die Möglichkeit des Wiederaufbaus des Heidelberger Schlosses diskutiert. Ein mächtiges Schloss, zerstört und wiederbelebt durch den Traum von Dornröschen in seiner einstigen Pracht, hat den Geschmack vieler Zeitgenossen gefunden. Aber am Ende waren es die Vertreter der Denkmalpflege, die den Tag gewannen. Es wurde beschlossen, die Burg als Ruine zu „erhalten“. Nur der Friedrichsbau wird im Stil des Historismus fertig gestellt und restauriert.